Flüchtlingskrise- wie kann man helfen?

Die Schlagzeilen boomen. Die Gesellschaft teilt sich. Und viele sind unentschlossen. Während sich das Chaos ausbreitet, ist eines sicher: niemand kann mehr wegschauen. Wir können uns nicht die Augen zuhalten und abwarten bis die Medien wieder über anderes berichten. Es geht um die Zukunft von vielen, vielen Menschen. Nicht nur dich und mich. Nein, es geht um die Zukunft von Syrern, Irakern, Pakistanern, Afghanen, Iranern, Algeriern, Albanern. Es geht um Menschen aus Eritrea, Gambia, Ghana, Indien, Burkina Faso, Kamerun, Kenia, Liberia, Mali, Niger, Nigeria, Pakistan, dem Senegal, Somalia, Sri Lanka, Sudan, Syrien, Tunesien und der Ukraine… Aber genau so geht es um die Zukunft der Länder, die die Flüchtlinge aufnehmen. Vor uns steht eine riesen Aufgabe, verbunden mit hohen Risiken. Wenn wir jetzt einfach weghören und nichts tun, dann können wir die Zukunft nicht mitgestalten. Dann haben wir keinen Einfluss. Und genau deshalb finde ich es unglaublich schön zu sehen, wie viele Menschen helfen, sich engagieren und damit bewirken. Und genau darum geht es ja auch. Ums Bewirken. Wie kann der Einzelne einen Beitrag leisten?

Als erstes denkt man da natürlich an die Flüchtlingsunterkünfte, an die Betreuung von Kindern, die Angebote von Sportkursen und das Spenden von Kleidern und Essen. So kam es, dass ich die letzten zwei Wochen viel im Internet recherchiert habe und versucht habe rauszufinden, wo Hilfe benötigt wird. Auf vielen Internetseiten habe ich dann gelesen, dass freiwillige Helfer zur Zeit nicht mehr gesucht werden. Manche Seiten gaben ebenfalls an, keine Essens- und Kleiderspenden mehr annehmen zu können.  Auf der einen Seite ist es wunderbar zu sehen, wie viele Menschen helfen, wie viele Eigeninitiativen gründen und den Flüchtlingen helfen wollen. Noch nie wurde so viel Solidarität gezeigt. Doch auf der anderen Seite hinterlässt es bei denjenigen, die ebenfalls helfen wollen, Fragezeichen auf der Stirn. „Wie kann ich denn dann helfen?“ fragen sich viele. Und aus diesem Grund dachte ich mir, euch näher zu bringen, warum nicht nur unmittelbar vor Ort geholfen werden kann, sondern auch in dem ihr spendet.

Spendet Geld!

Ich weiß, es klingt doof. Und ich weiß auch, dass viele direkt vor Ort sein wollen. Anstatt anonym zu spenden, wollen sie den Flüchtlingen persönlich helfen und die Auswirkungen ihres Handelns direkt spüren um mit einem guten Gewissen nach Hause gehen zu können. Und ihre Hilfe ist viel wert. Die Arbeiten können psychisch, wie auch physisch anstrengend werden. Bittere Armut, Angst und Verzweiflung schlagen einem hier ins Gesicht. Das ist nichts für schwache Nerven. Und doch gibt es ein Überangebot an freiwilligen Helfern. Viele, deren Hilfe zur Zeit nicht in Anspruch genommen werden kann, nehmen sich vor zu warten. Zu warten bis erneut Helfer gesucht werden. Was aber nicht vergessen werden darf: ihr könnt auch helfen, in dem ihr nicht direkt vor Ort seid! Ja, auch Geldspenden können viel bewirken. Die Hilfsorganisationen sind auf jede Unterstützung angewiesen. Mit dem gespendeten Geld können sie Hygiene-und Nahrungsmittel kaufen. Ihre Mitarbeiter für Krisensituationen schulen, Schulmaterial kaufen und und genügend Nahrung und Kleider anbieten.

Macht Euch Gedanken darum, wo euer Geld hinfließen soll!

Spenden ist gut, immer. Aber ihr solltet euch im Klaren darüber sein, was mit eurem Geld passieren soll. Wollt ihr die Flüchtlinge hier in Deutschland unterstützen? Oder wollt ihr im Ausland helfen? Spenden für das Ausland ermöglichen, dass für uns alltägliche Dinge, die den Flüchtlingen fehlen, zur Verfügung gestellt werden. Das können Wasser, Decken, Kleidung und  Nahrung sein. Aber auch die Unterbringung und der Schutz von Alten, Behinderten und Kindern.

Spenden an Organisationen wie Seawatch helfen unmittelbar. Seawatch ist ein Projekt, dass sich komplett aus privaten Mitteln finanziert hat und Flüchtlinge auf hoher See davor bewahrt, zu ertrinken. Sie helfen Menschen mit Rettungswesten, mit medizinischer Versorgung und der Benachrichtigung der italienischen Seenotrettung. Mit einer Spende könnt ihr viel bewirken! Und wer Interesse zu der Organisation Seawatch hat, der kann sich diesen wirklich sehr bewegenden Kurzfilm anschauen: hier

Oder sich am Donnerstag, den 17.9.  eine Reportage zu dem Projekt Seawatch von 22:15 bis 23:15h im WDR anschauen.

Ich hoffe, ich konnte euch das Thema Spenden ein bisschen näher bringen…und wünsche Euch noch eine Gute Nacht!

Bildquelle: hier

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Jetzt sind wir mal dran!

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