Morgen fange ich an…

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Meine Eltern sind sehr gesundheitsbewusst. Das waren sie schon immer. Bewegung und gesunde Ernährung haben bei uns zuhause schon immer eine große Rolle gespielt. Wenn mein Bruder oder ich krank waren, bekamen wir homöopathische Mittelchen, Zinktabletten, viel frisches Obst und Gemüse. Ich weiß noch, dass ich das alles nicht wollte. Ich wollte Aspirin haben, Süßigkeiten essen und Fernsehen gucken.  So wie andere Kinder. Mich nervte es, dass meine Eltern so alternativ waren. Fast Food oder Gummibärchen? Gab es bei uns nicht…Stattdessen gingen wir samstags auf die lokalen Märkte um frisches Gemüse einzukaufen und statteten den Bio-Läden in unserer Nähe wöchentlich mehrere Besuche ab. Ich wurde älter und fing an meine Entscheidungen selbst zu treffen. Ich versuchte mich gesund zu ernähren und mir gleichzeitig nichts zu verbieten. Auf die Geburtstagstorte wollte ich nicht verzichten und auch hinterher keine Saftdiäten durchziehen. Was ich wollte war ein gesundes Mittelmaß zwischen Genuß und Verzicht. Und eigentlich hat diese Balance die letzten Jahre ganz gut geklappt…bis jetzt!

Wieso?

Mit dem steigenden Zeitdruck esse ich zur Zeit kaum noch frische Sachen ( shame one me!), schaffe es nicht mehr zum Sport, weil ich nur noch müde und kraftlos bin. Und die Dönerläden und Fastfoodketten bieten mir wahrscheinlich schon bald Rabattkarten an, weil ich so oft da bin. Genau so langsam wie sich meine Ernährungsgewohnheiten verändert haben, haben sich auch einige negative Symptome bemerkbar gemacht, die ich niemals mit der Ernährung in Zusammenhang gebracht hätte:

Ich habe schlecht geschlafen, bin nachts wach geworden und konnte nicht mehr einschlafen…

Am Wochenende wurde ich immer sehr früh wach, weil ich das Gefühl hatte, total unterzuckert zu sein und unbedingt was essen zu müssen. Also stand ich oft am Wochenende schon um sechs Uhr in der Küche und frühstückte erst mal, während mein Freund noch seelenruhig schlief. Und direkt nach dem Frühstück wurde ich so müde, dass ich direkt wieder einschlief. Als ich dann wach wurde, musste ich erst einmal das zweite Frühstück zu mir nehmen, der Hunger war schon wieder da.

Besonders im Urlaub habe ich gemerkt, dass ich trotz ausreichend Essen alle zwei Stunden etwas essen musste, damit mein Blutzuckerspiegel nicht total absinkt. Und wir reden hier wirklich von MÜSSEN. Ich konnte kaum ein paar Minuten länger mit dem Essen warten, weil ich das Gefühl hatte gleich zusammenzubrechen. Wenn man sich anguckt, wie viel ich schon an dem Tag gegessen habe, klingt das einfach nur absurd. Aber so war es. Ohne Riegel, Obst oder belegte Brötchen wäre ich niemals zum Strand gegangen. Never ever.

Aber auch an meiner Haut ist die Ernährungsumstellung nicht spurlos vorüber gegangen. Unreinheiten und kleine Pickelchen haben sich im Gesicht gebildet und trotzen hartnäckig allen Pflege- und Antipickel-Produkten. Da fühle ich mich direkt wieder jung. Zu jung.

Aber was mich am Meisten störte: ich konnte mich nicht mehr richtig konzentrieren und wurde immer vergesslicher. Wenn ich mich mit Freunden traf oder unterhielt, hatte ich das Gefühl, nicht richtig da sein. Mein Gehirn war total vernebelt und ich hatte das Gefühl nicht mehr klar denken zu können. Ich fühlte mich manchmal so, als hätte ich Drogen genommen.  Und auch wenn ich interessante Artikel las, hatte ich am nächsten Tag oft schon wieder die Hälfte vergessen. Es nervte mich einfach nur noch.

Und was war der Auslöser?

Lange Zeit habe ich nicht daran gedacht, dass falsche Ernährung der Auslöser dafür sein könnte und habe versucht die Probleme von außen statt von innen zu bekämpfen. Auf die Idee, dass die Ernährung dahinter stecken könnte, kam ich nicht. Bis ich mir im Urlaub das Buch „Dumm wie Brot- Wie Weizen schleichend Ihr Gehirn zerstört“ von David Perlmutter kaufte und verschlang. Perlmutter ist praktizierender Neurologe und Facharzt für Ernährungsmedizin und beschreibt ausführlich, wie sich eine glutenlastige Ernährung auf unsere Gesundheit und das Wohlbefinden auswirken kann. Am Ende des Buches gibt er Tipps für eine Ernährungsumstellung, mit der man langfristig gesund bleiben soll.

Wie sieht so eine Ernährungsumstellung aus?

Als wichtigste Regel gilt natürlich, wer hätte es gedacht?- sich glutenfrei zu ernähren. Das bedeutet: Weizen- und auch sonst alle Getreideprodukte zu vermeiden, auch Vollkorn. Er empfiehlt, den Verzehr von bearbeiteten Pflanzenölen einzuschränken und anstelle dieser gesunde Öle mit hohem Omega-3-Anteil, aber auch einfach ungesättigte und sogar gesättigte Fette zu sich zu nehmen. Das können zum Beispiel sein: Fetter Fisch, Avocados, Nüsse, Butter oder Olivenöl. Anstelle von glutenhaltigem Mehl, sollen jetzt aber nicht tonnenweise Ersatzmehle verzehrt werden, wie z.B. Reis-, Mais-, oder Buchweizenmehl. Der Fettanteil der Nahrung soll schrittweise erhöht werden und einfache Kohlenhydrate reduziert. Die Energie kriegt der Körper aus komplexen Kohlenhydraten (Obst und Gemüse). Klingt also ziemlich nach Paleo…

Na wenns denn hilft…

Schon oft habe ich darüber nachgedacht, Paleo anzufangen und konnte mich nie dazu entschließen. Vor ein paar Tagen hat sich meine Meinung geändert. Ich will es ausprobieren…

Ich möchte, dass sich die oben geschilderten Probleme dauerhaft lösen und bin bereit, das Experiment Ernährungsumstellung für einen Monat auszuprobieren. Ob Mama und Papa wohl doch Recht hatten, dass gesunde Ernährung das A und O ist? Mal sehen…

Auch wenn ich versuchen werde, auf Gluten komplett zu verzichten, werde ich trotzdem Reis, Kartoffeln, Süßkartoffeln und auch mal Mais essen. Was genau ich esse und wie es mir mit der Ernährungsumstellung gehen wird, ob sich was verbessert oder verschlechtert und wie sich die Ernährung aufs Gewicht auswirkt, werde ich Euch mitteilen. Dazu gibt es jede Woche einen Wochenrückblick.  Ich bin auf jeden Fall gespannt! Und wer Lust hat mitzumachen oder die Symptome kennt, der kann mir gerne eine Nachricht schreiben…

Auf gehts…!

Aber für heute gehts erstmal ins Bett…schlaft schön!

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P.S. Da ich ja grundsätzlich über Fashion schreibe, möchte ich Euch mein neues Crop-Top nicht vorenthalten. Es ist von Pull and Bear und hat ca 12 Euro gekostet. Eigentlich wollte ich keinen Post daraus machen, ich fand die Fotos aber so schön, dass ich sie Euch unbedingt zeigen musste!

 

Und so sah meine erste Woche mit der Ernährungsumstellung aus: erster Wochenrückblick

 

 

 

Morgen fange ich an…

Studium abbrechen- versaue ich mir die Zukunft oder gehe ich den richtigen Schritt?

Morgen fange ich an…

Rezept: gesunde, glutenfreie Pfannkuchen

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There are 4 comments

  1. Charlotte Blueberry

    Super interessanter Post. Ich ernähre mich bis auf ein paar Ausnahmen eigentlich ziemlich gesund und mach auch viel Sport, kenne das aber auch, dass ich regelmäßig essen muss, da ich sonst einfach in den Unterzucler komm. Das passiert bei mir dann auch superschnell, ich hab also auch immer was dabei was ich dann schnell mal essen kann falls es eng wird.
    Bin echt megagespannt wies dir mit der Umstellung geht und was für Veränderungen du bemerkst und ob dieses krasse Unterzuckergefühl verschwindet. Habe bisher nie auf Gluten oder nicht-Gluten geachtet, aber vielleicht sollte ich da in Zukunft auch mal mehr drauf schaun.
    Liebe Grüße,
    Charlotte

    1. Thetrendnovel

      Hey Charlotte,
      dankeschön! 🙂
      Was hast du denn so an Snacks dabei, die du isst wenn der Hunger kommt? Ja, ich bin auch echt gespannt und hoffe, dass die Ernährungsumstellung wirklich hilft…würde am liebsten die Zeit vorspulen 😀
      Liebe Grüße!

      1. Charlotte Blueberry

        Meisten hab ich selbstgebackene Muesliriegel oder Bananenbrot dabei, da ich das so machen kann, dass kein Zucker drin ist. Aber sind halt auch wieder Kohlehydrate, die ich mir einbilde zu brauchen um aus dem Unterzucker rauszukommen 🙂 Aber vielleicht sollte ich echt mal versuchen den Kreis zu durchbrechen.
        Freu mich auf jeden Fall schon auf weitere Berichte von dir, wies dir mit der Umstellung geht!

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