Was ist passiert? Funkstille.

Vom Erdboden verschluckt. Keine Antwort. Niemand weiß, was los ist.

Was ist mit ihr?

Mir geht es gut. Das schon mal vorweg. Eigentlich hatte ich euch ja versprochen, einen Restaurant-Guide zu schreiben, in dem ich euch erkläre, wie ihr außerhalb ohne schlechtes Gewissen schlemmen könnt. Wie ihr nicht lustlos auf Salatblättern rumkaut, eure Freunde neben euch genüsslich in die fettige Pizza beißen und ihr kurzerhand alle guten Vorsätze über Bord werft, euch ordentlich an der Pizza bedient, hinterher noch Eis, Gummibärchen oder Schokolade verdrückt, weil heute ein schlechter Tag ist und jetzt ja eh alles egal ist.  Nein. zwischen dem langweiligen Salat und der triefenden Pizza gibt es noch eine Welt. Eine große Welt. Eine sehr große. Mit riesigem Angebot.

Wie lautet also das Geheimnis so vieler schlanker Frauen, die sich nicht jeden Abend in die Küche stellen und das Essen für den nächsten Tag zubereiten, mittags lachend mit ihren Kollegen in der Kantine schlemmen und abends mit ihren Freunden ausgehen und über einem vollen Teller über Gott und die Welt (oder Gott und die Männer) philosophieren? Was ist also ihr Geheimnis? First at all, die Antwort ist eigentlich sehr simpel. Und zum zweiten ist es eigentlich kein Geheimnis. Die Antwort ist: BALANCE.

Balance ist kein restriktives Punkte-oder Kalorienzählen, nein auch keine spartanische Low-Carb-Form, bei der keinerlei stärkehaltiges Gemüse und Obst erlaubt sind und erst recht keine Ernährung, bei der die Freude am Essen gegen heroischen Verzicht eingetauscht wird, der im Nachhinein doch nur eines bringt: Frust und mehr Kilos auf der Waage. Balance bedeutet vielmehr einen gesunden Ausgleich zwischen Gönnen und Verzicht herzustellen und auf seine Körpersignale und seine Umwelt zu achten. Auch wenn das nach meditativem Yoga-Lehrer klingt und weniger nach der Anleitung für ein glücklicheres Leben, so sollte  jeder darüber nachdenken, ob er dem Wort BALANCE nicht doch etwas abgewinnt oder er sich lieber durch das zehnte Diät-oder Sportprogramm quält und am Ende doch reuevoll zugibt“ Der Yoga-Lehrer hatte recht“. Die einen lernen es früher,  die anderen brauchen etwas länger.

 

Balance is key!

Der Körper ist keine Maschine, die das Energielevel ständig konstant hält. Es schwankt ständig. Um den Körper  alle Vitamine und Nährstoffe zu geben, sollten wir so vielfältig wie möglich essen. Dann bekommen wir, was wir brauchen. Und haben unsere Ruhe vor Hunger und Erschöpfung. Im Klartext bedeutet das: esst unterschiedlich! Kocht nicht jeden Tag das selbe, geht nicht immer zum gleichen Italiener. Probiert aus!

Jede Küche kocht anders. Die Spanier nutzen andere Öle, Gewürze und Gemüse als die Inder. Und asiatisches Essen differenziert sich vom afrikanischem. Sowohl von den Nährwerten, der Zubereitung, als auch den Vitaminen. Und damit wären wir beim Stichwort angelangt. Vitamine. Wenn ihr gerne essen geht, dann wählt Speisen aus, die einen hohen Gemüseanteil haben. Salate, Gemüsebeilagen und Currys hello. Unabhängig von glutenfreier Ernährung und was ihr davon haltet, solltet ihr euch diesen einen Satz merken. Nur diesen einen:

Verzichtet im Restaurant auf Mehlspeisen.

Sie liefern wenig Nährwerte, leere Kalorien und machen euch dick. Ja, ihr habt richtig gelesen, Mehlspeisen machen euch D-I-C-K. Und krank. Aber darüber redet ja keiner. Ist ja quasi verboten ein Ernährungsnazi zu sein. Schade.

Die Königsfrage, der Fragen lautet also: was soll ich bestellen, wenn Mehl tabu ist?

Lest selbst:

Wenn ihr zum ITALIENER geht:

  • wählt Salate, am besten mit einer ordentlichen Eiweißbeilage. Die sättigt. Z.B. Thunfisch, Eier, Käse, Lachs oder Putenbrust. Bestellt euren Salat ohne Dressing und zaubert euch aus Olivenöl und Balsamico-Dressing eine leckere Sauce, in der ihr wisst, was drin ist. Eine Prise Salz und Pfeffer dazu. Fertig ist eure gesunde Mahlzeit ohne Zucker, Zusatzstoffe oder anderes ekliges Zeug, wo keiner so richtig weiß, was es ist und es deshalb auch nicht in eurem Körper landen sollte. Ach, ja und lasst das Brot weg. Bitte!
  • Leckere Vorspeisen wie Artischocken mit Vinaigrette, Mozzarella-Tomate-Salat, Carpaccio mit Melone, gerollte Aubergine mit Schinken können durch den hohen Protein-Anteil enorm sättigen.

Wenn ihr zum ASIATEN geht:

  • Asiatischer Kost eilt der Ruf voraus, gesund und leicht zu sein. Das stimmt nicht immer. Während einige Restaurants auf die Frische und Naturbelassenheit ihrer Produkte achten, panschen manche hemmungslos Glutamat, Konservierungsstoffe und richtig viel Zucker in ihr Essen. Glutamat ist ein Geschmacksverstärker, den ihr besser meiden solltet. Aber das ist nichts Neues. Das wisst ihr schon. Das neue daran ist, dass viele Restaurants damit werben, kein Glutamat zu nutzen und es dennoch tun. Vor einigen Jahren konnte ich mich selbst davon überzeugen. Ich kellnerte neben der Schule un einem asiatischen Restaurant. Während dieses versprach, Glutamatfrei zu kochen, stapelten sich im Keller die ungesunden Dosen. Sie wurden unbemerkt unters Essen gemischt. Deshalb solltet ihr unbedingt zum Asiaten eures Vertrauens gehen. Wo ihr wisst, was drin ist. Wo die Qualität stimmt und das Essen schmeckt.

 

  • Beachtet dabei folgende Dinge: bei einem guten Asia-Restaurant könnt ihr euch richtig satt essen. Das Angebot reicht von Sommerrollen (keine Frühlingsrollen!), frischen Salaten mit Mango und Sproßen, bis über Hähnchenspieße mit Erdnuss-Sauce, rote und grüne Currys, Glasnudel-Salate oder Reisnudelsuppen. Hier wird jeder satt! (Auch glutenfrei)

 

  • Um Gerichte, die mit Sriracha- oder  süß-sauer- Sauce serviert werden, solltet ihr einen großen Bogen machen. Diese Saucen bestehen quasi nur aus Zucker und Wasser. Euer Hungergefühl wird angeregt und schon kurz nach dem Essen können erneute Gelüste aufkommen. Eis? Pudding? Oder doch lieber die gute alte Schoki? Wenn ihr euch nicht mit diesen Fragen beschäftigen wollt, dann rührt diese Saucen nicht an. Ganz einfach. Im Fall der Sriracha-Sauce gibts noch ne Extra-Portion Konservierungsstoffe dazu. Guten Appettit!

 

  • Sushi. Ja, das ist wirklich gesund, oder? Erwischt. Das dachte ich auch. Bis ich mich mit glutenfreier Ernährung beschäftigt habe. Seit dem weiß ich: großer Hype um nichts. Sushi ist leicht, ja. Sushi hat wenig Kalorien, ja. Aber: das heißt nicht gesund. Der Klebereis, aus dem Sushi gemacht wird, ist mit Gluten angereichert. Normalerweise enthält Reis kein Gluten. Deshalb: Nein, danke.  Eine Alternative, die nicht jeden Geschmack trifft, aber frei vom ungesunden Gluten ist und garantiert satt macht: Anstatt zu Reis-Sushi einfach mal zu rohem Fisch greifen. Pralle Proteine, herzafter Geschmack.

 

Wenn ihr zum INDER geht:

  • Cremige Currys, exotische Düfte und Gewürze. Indisches Essen schmeckt. Wenn ihr statt Bhatura- oder Naan-Brot, als Beilage Reis wählt, werdet ihr nicht nur pappensatt, sondern esst auch glutenfrei und in der Regel frei von künstlichen Zusatzstoffen. Fettarm ist die indische Küche zwar nicht, aber das macht nichts. Ich kenne niemanden, der nach einem Curry noch an Süßigkeiten oder Nachtisch denkt. Langanhaltende Sättigung und ein stabiler Blutzuckerspiegel werden eure Belohnung sein.

 

 

Wenn ihr ins STEAKHAUS geht:

  • Steakhäuser sind die beste Wahl. Hier könnt ihr nichts falsch machen. Das Steakhaus ist idotensicher. Wählt Steak oder saftige Hähnchenbrust mit Salat oder Ofenkartoffeln und spürt wie ihr satt und zufrieden werdet. Und auch bleibt.

 

 

Wenn ihr in DEUTSCHE Restaurants geht:

  • Die Deutsche Küche ist nicht figurfreundlich. Es sei denn, ihr wollt zunehmen. Dann ist sie genau richtig für euch. Kaum Gemüse, viel Fett und zu viel Mehl (an Saucen und Beilagen!)

 

  • Um Kalorien einzusparen, bestellen viele Suppe. Ein Trugschluss. Ein Märchen, in dem kalorienarme(!) Suppe und Sättigungsgefühl sich nicht gegen den Hunger behaupten können. Und die Moral von der Geschicht: Lange hält die Suppe nicht. De Facto bedeutet dies, dass Suppen vorerst sättigen. Nach kurzer Zeit aber, schreit der Körper nach Nahrung. Er will versorgt werden. Mit Eiweiß, Kohlenhydraten und Fett. Zusätzlich können Weizenmehl, Zucker, Fleischindustrieabfälle (sogenannte Würze) und Geschmacksverstärker in der Suppe stecken und so für Heißhunger, verstärktes Hungergefühl oder Nervosität und Erschöpfung sorgen.

 

  • Mit frischen Salaten und gebratenem Gemüse lässt es sich wunderbar satt werden. Wem das zu wenig ist, der kann mit Kartoffelauflauf oder Backkartoffeln nachhelfen. Kartoffeln sind ein wahres Kraftpaket und das bei wenig Kalorien. Ein deftiger Kohltopf mit kleingeschnippelten Würstchen enthält zwar nicht so viele wertvolle Inhaltsstoffe wie ein frischer green Juice aus Kohl, schmeckt dafür aber bombastisch und sollte in der Regel ganz ohne Zusatzstoffe etc auskommen. Außer bei der Wurst. Aber jetzt mal ehrlich: gehts hier wirklich um die Wurst?

 

 

Und falls es mal nicht  so klappen sollte wie geplant: Keine Panik! Genießt das Leben, den Kuchen, Burger und vor allem das Zusammensein mit euren Liebsten. Einmal ist Keinmal. Genauso wenig wie euch ein Salat nicht schlank machen wird, werdet ihr von einer Pizza nicht dick.

Was ist passiert? Funkstille.

Was ich esse-glutenfreie Alternativen

Was ist passiert? Funkstille.

Fernfreude.

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